Hohe Coronazahlen bereiten der Hotellerie keine Sorgen

Vereinzelte Stornierungen seien kein Problem - Infektionen und Ausfälle bei Mitarbeitern belasten hingegen mehr
©unsplash

Eine Maskenpflicht sei vorstellbar, ein weiterer Lockdown aber nicht

Die hohen und weiter steigenden Coronazahlen bereiten der Hotellerie derzeit keine Sorgen. Vereinzelt gebe es zwar Buchungsausfälle, das sei aber nicht dramatisch. Bemerkbar sei Corona allerdings bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Es sind Mitarbeiter infiziert, das spürt man und das ist schmerzhafter als wenn ein oder zwei Buchungen ausfallen“, sagte der Präsident der Österreichischen Hotelliervereinigung (ÖHV), Walter Veit, am Freitag gegenüber der APA.

Der Personalstand sei heuer sogar höher als noch im Jahr vor der Coronapandemie 2019, aber es würden weniger Stunden gearbeitet, deshalb sei die Lage teilweise angespannt. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden sich auch Sorgen machen, dass sie sich anstecken. In einigen Betrieben sei deshalb die Maske auf freiwilliger Basis wieder eingeführt worden: „Das funktioniert in den meisten Fällen sehr gut“, so der Branchenvertreter.

Die Maskenpflicht, beispielsweise in den Wiener Öffis, findet der ÖHV-Präsident „recht vernünftig“ und überall dort, wo vielen Menschen zusammen kommen, gut vorstellbar: „Wenn man es damit eindämmen kann, können wir uns viel Ärger ersparen“. Mit einem weiteren Lockdown rechnet Veit hingegen nicht mehr, „das wäre das Schlimmste, was man uns antun könnte“. Man habe auch gesehen, dass es nichts gebracht habe. Der Lockdown habe die Branche außerdem viel Personal gekostet.

APA/Red.

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