Heathrow: British Airways will Flüge reduzieren

Der Londoner Flughafen will seine Gebühren fast verdoppelt - Airlines protestieren.
©unsplash

London Heathrow (LHR) ist der größte der sechs Flughäfen in London.

Der größte britische Flughafen London Heathrow (LHR) will abermals seine Passagierabgaben erhöhen. Für Instandhaltung, Sicherheit oder Gepäcktransport will man statt den aktuellen 22 Pfund (rund 26 Euro) pro Passagier künftig 43 Pfund verlangen. Das obwohl die zivile Luftfahrtbehörde erst vor kurzem eine Obergrenze von 24,50 bis 34,40 Pfund für die kommenden fünf Jahre festgelegt hatte.
Den Airlines gefällt das natürlich gar nicht – vor allem, da die Gebühren am Airport bereits jetzt zu den weltweit höchsten zählen. Deswegen drohte die British-Airways-Mutter IAG am heutigen Montag, die Zahl ihrer Verbindungen am Heathrow-Drehkreuz zu reduzieren, falls diese Verdoppelung der Gebühren tatsächlich umgesetzt werden soll. So fordert IAG-Chef Luis Gallego, der Flughafen müsse wettbewerbsfähig bleiben. Mehr als 40 Prozent der Reisenden in Heathrow nutzen den Flughafen zum umsteigen und könnten auch auf billigere Alternativen ausweichen. Die finanziellen Schäden im Zuge der Corona-Pandemie als Begründung der Erhöhung vorzuschieben, mache auch wenig Sinn. „Die Gebühren zu erhöhen, wird nicht helfen. Dadurch wird die Nachfrage nicht steigen – im Gegenteil.“
Zum IAG-Konzern gehören unter anderem noch Iberia, Air Europa, Vueling und Aer Lingus.
APA/Red.

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