Gutachten stärkt Position von Hotels und Gastronomie

Juristische Bewertung sieht große Chance auf Mietnachlass.
© WKW / FLorian Wieser

Dominic Schmid, Wolfgang Binder und Peter Dobcak (v.l.)

Hotellerie, Gastronomie und Kaffeehäuser können aufatmen. Die Fachgruppen der jeweiligen Verbände haben Brigitta Zöchling-Jud, Professorin für Zivilrecht und Dekanin der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, mit einem Gutachten betraut. Dabei sollte sie untersuchen, ob es rechtlich möglich wäre in der Pandemie weniger Miete zu bezahlen. Das Ergebnis stärkt die Rechte der Mieter. Die Preisgefahr liegt bei den Vermietern und Verpächtern.

Gastro-Vertreter Peter Dobcak zeigt sich erfreut über das Gutachten. Mieter müssen ihr Lokal nicht anderweitig verwenden und auch kein Take-Away anbieten. „Ich bin zwar sicher, dass das von unseren Mitgliedern gemacht wird, wenn es sich rechnet, aber das tut es eben nicht überall.“, meint Dobcak.

Hotellerie-Obmann Dominic Schmid sieht ein gemeinsames Interesse von Vermietern und Mietern. „Schließlich ist es ja im Interesse aller, dass Wiens Hotellerie die Pandemie überlebt.“ Und da ist nun ein Entgegenkommen der Verpächter nötig, sonst verlieren wir ein Drittel der Gästebetten. Und die meisten davon wahrscheinlich dauerhaft.“, so Schmid.

Kaffeehaus-Obmann Wolfgang Binder rät, in jedem Fall Kontakt zu einem Rechtsbeistand aufzunehmen. Oft ist eine Kontaktaufnahme mit dem Vermieter ausreichend.

 

APA/red

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