Güssinger ist insolvent

Das Unternehmen hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt.
© Güssinger

Eine Fortführung des Unternehmens wird beabsichtigt.

Der burgenländischen Mineralwasserabfüller Güssinger hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt, teilte der KSV1870 mit. Eine Fortführung des Unternehmens wird beabsichtigt. Vorerst soll der Betrieb allerdings geschlossen werden, um den Maschinenpark zu erneuern.
Die Passiva werden mit rund 2,08 Mio. Euro beziffert, die Aktiva seien dem KSV1870 zufolge nicht bekannt. Betroffen sind 17 Dienstnehmer und 120 Gläubiger. Als Ursachen für die Misere werden unter anderem die Preisgestaltung mit einem Hauptkunden, der zu 80 Prozent des Umsatzes beitrug, angegeben. Mitte des Jahres hatte der Lebensmitteldiskonter Hofer einen Lieferstopp verhängt, was zu massiven Verlusten geführt habe.
Im Hintergrund gab es zudem große Spannungen um die Vermögenswerte zwischen der Finstil Holding GmbH von Andrei Kotchetkov und einer bulgarischen Großgläubigergruppe. Im Insolvenzantrag heißt es auch, dass die  Eignung des früheren Geschäftsführers  angezweifelt werden müsse.
Die benötigten Geldmittel für die Weiterführung sollen noch in diesem Monat fließen.

PA/red

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