Gesamter Schweizer Luftraum nach Störung der Flugsicherung gesperrt

Zürich und Genf betroffen. Ausweichslandungen am Flughafen Wien.
Pixabay

Vorerst heißt es Stopp vor dem Schweizer Luftraum

Die Schweizer Flugsicherheit Skyguide hat den Luftraum des Landes wegen eines technischen Problems bis auf weiteres für den Flugverkehr gesperrt. In den frühen Morgenstunden sei es zu einer Störung gekommen, wie Skyguide erklärte. Zahlreiche Flugzeuge, die in Zürich oder Genf landen sollten, werden seit den frühen Mittwochmorgen in Nachbarländer umgeleitet.

Es handle sich um eine technische Störung, teilte Skyguide mit. „Wir gehen nicht von einem Cyberangriff aus“, sagte der Sprecher von Skyguide, Vladi Barrosa. Es gehe um ein Hardwareproblem im IT-Netzwerk. Der gesamte Luftraum sei aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Nicht nur Starts und Landungen, sondern auch Überflüge finden nicht statt, wie Barrosa sagte. Wie viele Flüge betroffen waren, konnte er nicht beziffern. Auf jeden Fall treffe es die morgendliche Welle der Europaflüge zwischen Genf und Zürich und dem Umland, sowie frühe Ankünfte aus den USA.

Die Schweizer Flugsicherung teilte ihrerseits mit, dass der Schweizer Luftraum aus Sicherheitsgründen gesperrt worden sei – bis auf weiteres. Skyguide bedauere den Vorfall sowie die Konsequenzen für die Kunden, Partner und Passagiere. Das Unternehmen arbeite mit Hochdruck an einer Lösung.

Ab Mittag soll der Betrieb am Flughafen Zürich wieder hochgefahren werden. Die Flugzeuge müssten nun andere Flughäfen anfliegen. In der Schweiz sei dies Basel, der der französischen Flugsicherung unterstehe. Im Ausland würden jene Flughäfen ausgewählt, die dem jeweiligen Flug am nächsten seien, sagte die Sprecherin.

Man erwarte, dass der Flugbetrieb vor dem Mittag in reduzierter Kapazität wieder hochgefahren wird, twitterte unterdessen der Flughafen Zürich. Das Check-in laufe. Man empfehle Passagieren, vor der Abfahrt an den Flughafen Zürich die Informationen der Airline zu beachten. Der Genfer Flughafen hatte auf seiner Seite geschrieben, dass die Unterbrechung bis 11.00 Uhr dauern dürfte.

Die Swiss teilte ihrerseits mit, dass die anfliegenden Langstreckenflüge derzeit auf verschiedene Flughäfen in den Nachbarländern umgeleitet würden, unter anderem nach Lyon, Mailand und Wien. „Kurzstreckenflüge starten derzeit nicht“, schrieb die Airline. Die Swiss sei bestrebt, möglichst rasch Lösungen für die betroffenen Passagiere zu finden.

apa

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