Gäste-Aufkommen in Wien im Juni bescheiden

Die Nächtigungszahlen gingen gegenüber Juni 2019 um 88 Prozent zurück.
© Marriott

Hotel Marriott Vienna

Wenig überraschend haben die Wiener Tourismusbetriebe auch im Juni coronabedingt ein herbes Minus verzeichnet: Im Vergleich zum Juni 2019 gingen die Nächtigungen um 88 Prozent zurück, teilte der Wien-Tourismus am Donnerstag (23.7.) mit. Die meisten Gäste kamen dabei aus Österreich, fast einen Totalausfall gab es bei den Besuchern aus sonst so starken Märkten wie USA, Italien oder China.

Nach dem Betretungsverbot für Beherbergungsbetriebe zu touristischen Zwecken bis Ende Mai ist der Städtetourismus in Wien im Juni nur schleppend angelaufen, zog der Wien-Tourismus in einer Aussendung Bilanz. Vergangenen Monat wurden 190.000 Nächtigungen gezählt, das sind um 88 Prozent weniger als im Vergleichs-Monat des Vorjahres.

Die durchschnittliche Auslastung der Hotelbetten fiel mit 14,2 Prozent äußerst mager aus (2019: 65,9 Prozent) – wobei viele Betriebe noch nicht aufgesperrt hatten. Insgesamt waren im Juni nämlich nur 39.000 Hotelbetten in Wien verfügbar, um rund 42 Prozent weniger als im Juni des Vorjahres.

Mit 47 Prozent stammte fast die Hälfte der Wien-Besucher aus Österreich. Als bescheiden bezeichnete der Wien-Tourismus das Aufkommen der Gäste aus Deutschland und aus der Schweiz. Rückgänge „jenseits der 90-Prozent-Marke“ gab es aus den Vorjahres-Top-Ten der nächtigungsstärksten Märkten. Dazu zählen die USA, Italien, Großbritannien, Spanien, China, Frankreich und Russland.

Der Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Beherbergungsbetriebe sank im Mai (die Daten für Juni liegen noch nicht vor) um 95,2 Prozent auf 4,59 Mio. Euro.

Auch eine Halbjahresbilanz liegt nun vor. Dass diese nicht ganz so dramatisch schlecht ausfiel, ist der positiven Nächtigungsentwicklung der Monate Jänner und Februar zu verdanken – vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Das Minus beträgt bei 2,795 Mio. Nächtigungen rund 65 Prozent. Von Jänner bis Mai erwirtschafteten die Betriebe 133,11 Mio. Euro. Das bedeutet um 63 Prozent weniger Umsatz als im ersten Halbjahr 2019.

APA/red

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