Front of Pack-Labels alleine zu wenig

Für langfristige Auswirkungen auf das Essverhalten braucht es zusätzliche Aufklärung der Konsumenten.
© Pixabay

Eine erweiterte Nährwertkennzeichnung auf der Packungsvorderseite soll Konsumenten dabei helfen, sich über die ernährungsphysiologische Qualität von Produkten zu informieren

Aufgrund der Zunahme von ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Diabetes und Herzkreislauf-Erkrankungen plant die EU-Kommission die verpflichtende Einführung von Front of Pack-Labels (FOPLs) – also eine erweiterte Nährwertkennzeichnung auf der Packungsvorderseite.

Mit dieser in der Farm to Fork-Strategie formulierten Maßnahme sollen die Ernährungsgewohnheiten der Konsumenten verbessert und die Verbreitung von Zivilisationskrankheiten eingedämmt werden. Dabei sollte aber klar sein, dass FOPLs nur ein Baustein sein können, um die gewünschten Effekte zu erreichen, so Marlies Gruber, Geschäftsführerin und Ernährungswissenschaftlerin beim forum. ernährung heute: „Als alleinige Maßnahmen ohne begleitende Informationskampagnen und einem umfassenden Aufbau von Kompetenzen behalten etwa 80 Prozent der Konsumenten ihre Ernährungsgewohnheiten bei.“

Im Rahmen der Farm to Fork-Strategie hat die Europäische Kommission die Einführung eines verpflichtenden und einheitlichen Systems bei FOPLs bis Ende 2022 in Aussicht gestellt. Die Kennzeichnung soll dabei auf verschiedenen Ebenen wirken und die Konsumenten unterstützen, sich einfach und schnell über die ernährungsphysiologische Qualität von Produkten zu informieren. Derzeit sind die Labels freiwillig und in den EU-Mitgliedstaaten unterschiedlich gestaltet.

 

PA/red

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