Fraport erholt sich von Corona-Krise

Durch „striktes Kostenmanagement und Personalabbau“ habe man die Kosten der Krise abgefedert.
Fraport AG

Fraport will 2022 wieder Gewinn machen

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat dank Einsparungen, Personalabbau und einer Erholung des Luftverkehrs vom Einbruch in der Coronapandemie im vergangenen Jahr schwarze Zahlen geschrieben. Das Konzernergebnis fiel 2021 mit knapp 92 Millionen Euro positiv aus nach einem Verlust von 690 Mio. Jahr im Jahr davor, wie Fraport mitteilte. Der Umsatz des MDax-Konzerns legte um 28 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zu.
Der Betreiber des größten deutschen Flughafens und etlicher Airports im Ausland habe sich durch striktes Kostenmanagement und Personalabbau dem noch immer deutlich geringeren Flugverkehr angepasst, erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte. „Fraport ist heute schlanker und effizienter als vor dem Ausbruch der Coronapandemie aufgestellt.“ Nach einem Abbau von 4.300 Stellen sollen im laufenden Jahr bis zu 1.000 Mitarbeiter im operativen Bereich wieder eingestellt werden.
Flexibilität bleibe notwendig, gerade auch mit Blick auf die aktuelle geopolitische Situation. „Positiv stimmen uns die aktuellen Buchungszahlen“, ergänzte Schulte. „Sie zeigen: Die Menschen wollen wieder verreisen.“ Für das laufende Jahr erwartet Fraport einen Anstieg des Passagieraufkommens in Frankfurt auf 55 bis 65 Prozent des Vorkrisenjahres 2019 oder 39 bis 46 Millionen. Im vergangenen Jahr waren es erst knapp 25 Millionen Reisende oder 35 Prozent des Vorkrisenniveaus.
Fraport geht im Gesamtjahr von einem operativen Ergebnis vor Abschreibungen von 760 bis 880 Mio. Euro aus. Im vergangenen Jahr erzielte der Flughafenbetreiber bereits 757 Mio. Euro Betriebsgewinn, darin ist staatliche Krisenhilfe von rund 320 Mio. Euro enthalten. Das Konzernergebnis wird in einer Spanne von 50 bis 150 Mio. Euro erwartet. Vor der Coronakrise 2019 waren es 454 Mio. Euro.
 
apa
 

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