Fotografieren verboten?

Juan Amador wird es schwer haben, gegen den Strom zu schwimmen.
© Uli Köb

Restaurant Amador in Wien Döbling

Juan Amador hat jetzt in seinem hochdekorierten Gourmet-Tempel das Fotografieren der Speisen verboten. Auf meiner Facebook-Seite hat er sich selber zu Wort gemeldet und schw√§cht ‚Äď sicher auch angesichts der heftigen und kontroversiellen Diskussion dar√ľber – das Wort “verboten”¬†ab und ersetzt es durch “empfohlen”. Doch leider klappt so was nicht.
Empfohlen hei√üt “Lasst’s das bei mir. Es ist mir zuwider. Aber wenn‚Äės sein muss, dann macht’s den Mist halt…” Und damit ist seine Position schlagartig verloren. Weg. Perdu.
Ich hab dazu folgende Meinung: Chacun a son go√Ľt¬†(jeder nach seinem Geschmack). Wenn jemand, vor lauter Fotografieren des Sonnenuntergangs denselben gar nicht mehr zu ¬†¬†s e h e n¬† ¬†bekommt, dann ist er selber schuld.
Aber nat√ľrlich verderben die ewigen Food-Ablichter auch den anderen G√§sten die ungetr√ľbte, reine Freude am Genuss. Sie k√∂nnen einem genauso auf die Nerven gehen, wie die Gaffer bei Autounf√§llen.
Ich gebe Juan Amador also recht: Werfen‚Äės die¬†elenden Knipser raus, Herr Amador! Er wird nur ein Mega-Poblem kriegen: Im Dienstleistungsgesch√§ft muss man Kompromisse machen. F√ľr die G√§ste. Sonst bist du schnell als arrogant verschrien. Und weg.
Deshalb empfiehlt es sich nicht ‚Äď bei aller Sympathie und gleicher Meinung meinerseits ‚Äď gegen den Strom zu schwimmen. Und dieser Strom (die Handymanie) ist die st√§rkste Innovation der Menschheit und damit eine gewaltige Kraft. Die wird auch ein Amador nicht verbannen und b√§ndigen.¬†Leider.
 
CWM

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