Fosun nutzt Namen Thomas Cook

Der chinesische Mischkonzern hat die Namensrechte des insolventen britischen Reiseunternehmens gekauft.
© Cook's Club

Cook’s Club Sunny Beach in Bulgarien

Der chinesische Mischkonzern Fosun nutzt künftig den Namen Thomas Cook des insolventen britischen Reiseunternehmens. Die Tochter Fosun Tourism zahlt 11 Mio. britische Pfund (knapp 13 Mio. Euro) für die Rechte an den Namen der Marke sowie der Hotelketten Casa Cook und Cook’s Club, wie das Unternehmen Anfang November 2019 in Hongkong mitteilte. Mit der Marke sollen Reisen in alle Welt vermarktet werden.

Das Traditionsunternehmen Thomas Cook hatte vor gut einem Monat Insolvenz angemeldet und sofort den Betrieb eingestellt. Eine Komplettübernahme durch den Anteilseigner Fosun war zuvor gescheitert. Nach der Pleite des Mutterkonzerns musste auch die deutsche Tochter Insolvenz anmelden. Zur Thomas Cook Deutschland gehören unter anderem die Marken Neckermann, Öger Tours und Bucher Reisen.

„Der Erwerb der Marke Thomas Cook erlaubt es der Gruppe, ihre Tourismusgeschäfte auszubauen“, sagte der Chef von Fosun Tourism, Qian Jiannong, der Mitteilung zufolge. Dazu setze das Unternehmen auf die breite Bekanntschaft von Thomas Cook und das starke Wachstum des chinesischen Auslandstourismus. Zudem sollten Synergien mit anderen Marken geschaffen werden.

Der chinesische Tom-Tailor-Großaktionär Fosun ist auch in Österreich investiert, das Unternehmen hatte 2018 die Mehrheit am Vorarlberger Wäschekonzern Wolford übernommen.

APA/dpa/red

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