Erste Öffnung von Gaststätten in Deutschland

Seit dem Wochenende sind in Mecklenburg-Vorpommern Gastronomiebetriebe offen.
© Pixabay

Als deutschlandweiter Vorreiter in der Corona-Krise haben Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern seit 9. Mai wieder geöffnet. „Ich sehe viele Kollegen, die aufatmen und Gäste, die zufrieden sind“, sagte der Präsident des regionalen Branchenverbands Dehoga MV, Lars Schwarz. Dieser Tag sei ein Lichtblick nach schwerer Zeit mit noch nicht kalkulierbaren Verlusten in Höhe von vielen Millionen Euro.

Am Muttertag (10.5.) ging er davon aus, dass etwa ein Drittel der landesweit rund 5.000 Betriebe mit ihren 55.000 Mitarbeitern die Möglichkeit zur Öffnung nutzten. Vor allem dort, wo Tagestouristen unterwegs waren, sei „Bewegung drin“ gewesen. Auch Stammkunden seien vielerorts erschienen.

Dort, wo das Geschäft auf Urlauber ausgerichtet sei, hätten viele Restaurants noch geschlossen, sagte Schwarz. Urlauber aus anderen deutschen Bundesländern dürfen erst am 25. Mai wieder nach Mecklenburg-Vorpommern reisen.

Der Tourismus zählt weltweit in der Coronapandemie zu den am stärksten von den Beschränkungen betroffenen Branchen. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga rechnet trotz inzwischen beschlossener Lockerungen mit weiteren Umsatzverlusten. Nach Schätzung des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) sind in der Gesamtbranche inklusive des Gastgewerbes bis zu einer Million Menschen von Arbeitslosigkeit bedroht. „Rund 70 Prozent erhalten jetzt schon Kurzarbeitergeld“, sagte BTW-Präsident Michael Frenzel der „Welt am Sonntag“.

APA/red

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