Erneuerung der steilsten Zahnradbahn der Welt im Endspurt

Die alten Wagen der Pilatus-Bahn sind bald Geschichte - Liebhaber können diese Saison noch eine letzte Fahrt unternehmen
© Pixabay

Die Pilatus-Bahn in der Schweiz wurde 1889 in Betrieb genommen und hat eine Steigung von bis zu 48 Prozent.

In der Schweiz neigt sich das Jahrhundertprojekt des Umbaus der Zahnradbahn Pilatus langsam dem Ende zu, aber dennoch bekommt man heuer noch einmal die Chance, die historischen Triebwagen zu erleben.
Die nächsten 40 Jahre gleist die Pilatus-Bahn AG am Drachenberg auf. Im Sommer 2021 nahm trotz der außergewöhnlichen Marktsituation der erste Triebwagen der neuen Generation Fahrt auf. Viele Testfahrten und technologische Erneuerungen bringen mehr Komfort und Nachhaltigkeit im Betrieb.
In den neuen Wagen bekommt man durch große Glasfronten eine umwerfende 360-Grad-Panoramaaussicht, was die Fahrt zu einem noch spektakuläreren Erlebnis macht. Die Gestaltung übernahm der bekannte Designer Thomas Küchler, der am Fuße der Pilatus aufgewachsen ist. Er entschied sich für ein zeitloses Design mit weichen Radien und eleganter Formsprache. «Wir setzen auf erstklassig-stilvolle Fahrzeuge mit wertigen Materialien. Das ist für uns Erlebnisreisen im 21. Jahrhundert kombiniert mit modernster Fahrgastsicherheit», sagt Godi Koch, CEO der Pilatus-Bahnen AG.
Außerdem zeigt das einzigartige Zahnstangensystem, welches von Eduard Locher mit seiner Mannschaft vor über 130 Jahren erschaffen wurde, kaum Verschleißerscheinungen. Die neuen Triebfahrzeuge werden in Zukunft in Doppeltraktion verkehren, und in Alpnachstad entsteht eine zweite Plattform. So können die Gäste gleichzeitig in die acht Triebwagen einsteigen. Zusätzlich werden anstelle von Schiebetüren drei neue Gleiswender eingebaut.

Alle acht neuen Triebwagen sind ab Frühling 2023 in Betrieb. All jene, die sich von den alten Pilatus-Wagen verabschieden wollen, haben diese Saison ein letztes Mal die Chance dazu. Danach kann man sie nur noch im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern bewundern, oder bei einer Spezialfahrt bei den Pilatus-Bahnen AG.

PA/Red.

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