Deutsches Gastgewerbe erholte sich 2022 spürbar

Dennoch unter Vorkrisenniveau von 2019
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Das deutsche Gastgewerbe hat 2022 dank der Corona-Lockerungen deutlich aufgeholt, hinkt aber immer noch dem Vorkrisenniveau hinterher. Die Umsätze kletterten im Vergleich zum Pandemiejahr 2021 um nominal 57 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Klammert man die Inflation aus, stiegen die realen Erlöse um 47 Prozent. Grund für diese Differenz seien die starken Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie, erläuterte die Behörde.

“Der reale Gastgewerbeumsatz war 2022 allerdings um gut elf Prozent niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019, während der nominale Umsatz um knapp ein Prozent höher lag.”

Steigende Energiekosten sind für viele Unternehmen die größte Herausforderung, gefolgt von hohen Kosten für Lebensmittel und Personal, wie jüngst aus einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) hervorging. Dieser bezeichnete die Stimmung im Gastgewerbe zum Jahresanfang als durchwachsen.

Demnach sind 12,5 Prozent der Betriebe optimistisch in das neue Jahr gestartet, fast 30 Prozent zeigen sich zuversichtlich. Knapp 38 Prozent beurteilen ihre aktuelle Geschäftsentwicklung verhalten, während 20 Prozent eher negativ bis pessimistisch gestimmt sind.

“Nach den Corona-Jahren mit historischen Umsatzverlusten steht die Branche weiter unter Druck”, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick vor kurzem. Zugleich näherten sich immer mehr Betriebe den Vorkrisenumsätzen an. “Die große Aufgabe für die Gastronomen und Hoteliers ist es jetzt, die Kosten in den Griff zu kriegen.”

APA/Red.

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