Deutsche Luftfahrtindustrie angeschlagen

Coronakrise kostete tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz
© Pixabay

Neben dem Versuch des Personalaufbaus ist auch die Frage nach nachhaltigen Kraftstoffen eine brennende

“Die Talsohle ist jetzt durchschritten”, so der Pr√§sident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, Michael Sch√∂llhorn. “Wir fangen wieder an, die Produktion zu steigern, wieder Menschen einzustellen.” Der Flugzeugbau befindet sich in Deutschland endlich auf Erholungskurs – nach der schwersten Krise des Luftverkehrs seit dem zweiten Weltkrieg. Zehn Milliarden Euro Umsatzeinbu√üen kostete die Coronakrise die Branche im Jahr 2020. Rund 8.000 Besch√§ftigte verloren zu dieser Zeit ihren Arbeitsplatz. “Wir hatten immer ein gutes Auftragspolster. Die Airlines haben fast nichts storniert, sondern verschoben”, meint Sch√∂llhorn. 2021 werde der Umsatz auf dem Niveau von 2020 liegen oder etwas dar√ľber. “Bis wir den Stand des Vorkrisenniveaus haben, wird es bis mindestens Ende 2023 dauern.”

Schleichende Besserung

Erst an diesem Wochenende bekam die Luftfahrtbranche wieder die Auswirkungen der j√ľngsten Entwicklungen in der Corona-Pandemie zu sp√ľren. Deutschland und andere Staaten schr√§nkten beispielsweise aus Sorge vor der neuen Coronavirus-Variante Omnicron den Flugverkehr aus S√ľdafrika ein.
Weiters fordert Sch√∂llhorn, die Produktion nachhaltiger Flugzeugkraftstoffe schneller auszubauen. Ohne Erd√∂l w√ľrden solche etwa aus Pflanzen oder Abf√§llen gewonnen. Zudem m√ľsse die Frage beantwortet werden, woher k√ľnftig die gro√üen Mengen an Strom f√ľr das Fliegen mit Hilfe von Wasserstoff kommen k√∂nnen. Sch√∂llhorn: “Es ist der richtige Schritt, den Kohleausstieg vorzuziehen. Aber was stattdessen? Wenn wir dann den Atomstrom aus Frankreich oder Tschechien importieren, ist das auch keine runde Antwort.” APA/RED./CH

 
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