Deutsche Flughäfen setzen trotz Kritik auf türkische Hilfskräfte

Match um die besten Kräfte
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Die Branche hofft auf 1.000 bis 2.000 Personen vor allem aus der Türkei

Die deutschen Airports setzen trotz offizieller Kritik aus der Türkei weiter auf Personal aus dem südosteuropäischen Land, um das Flugchaos abzumildern. Man prüfe die Situation und hoffe nach wie vor, dass Hilfskräfte von dort an deutschen Flughäfen eingesetzt werden können, sagte eine Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) am Donnerstag. „Es geht nur um eine zeitlich befristete Beschäftigung.“

Die Branche hofft auf 1.000 bis 2.000 Personen vor allem aus der Türkei, die großteils wohl ab August zum Einsatz kommen könnten. Dies dürfte allerdings für das Feriengeschäft vieler Flughäfen schon zu spät sein.

Die türkische Luftfahrtbehörde hatte jüngst an Mitarbeiter der Branche appelliert, den heimischen Sektor nicht zu verlassen. Andere Länder seien neidisch auf die Spitzenposition der Türkei in der weltweiten Luftfahrt. „Wir haben akribisch verfolgt, dass sich einige Länder in den letzten Tagen intensiv darum bemüht haben, unsere Luftfahrtfachkräfte einzustellen“, hieß es in einer Erklärung, ohne dass Länder namentlich genannt wurden. Zudem seien diese Staaten bemüht, den Aufstieg der Türkei in der Luftfahrtindustrie zu stoppen.

Wegen der Personalengpässe – auch aufgrund der Viruspandemie – kommt es an den Flughäfen europaweit derzeit zu langen Wartezeiten, Verspätungen und Flugstreichungen.

APA/Red.

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