Deutsche Bahn: Mehr Auslandsfahrten als vor der Krise

Reisen von Deutschland nach Österreich boomen - und übertreffen dabei sogar das Vorkrisen-Niveau um satte 60 Prozent
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Der Zugverkehr scheint sich langsam aber sicher von der Pandemie zu erholen

Der Trend zum Zugfahren scheint sich immer weiter zu etablieren. So greifen auch immer mehr Deutsche bei Auslandsreisen auf den Schienenweg zurück. „Im internationalen Reiseverkehr übertreffen wir derzeit die Buchungen aus dem Frühjahr 2019“, teilte Richard Lutz, Chef der Deutschen Bahn, am Sonntag mit. „Das war das Rekordjahr im Personenverkehr vor der Pandemie.“ Demnach waren im vergangenen März elf Prozent und im April knapp 25 Prozent mehr Menschen im internationalen Fernverkehr mit den Zügen der Bahn oder ihrer Kooperationspartner aus dem Ausland unterwegs als 2019.

Fahrten nach Österreich seien dabei besonders beliebt gewesen. Im Vergleich zu 2019 seien dorthin fast 60 Prozent mehr Menschen unterwegs gewesen. Die Nachfrage nach Belgien-Reisen sei ebenfalls hoch gewesen. Fas Vorkrisen-Niveau konnte „um fast 40 Prozent“ übertroffen werden.

Nach eigenen Angaben machte der Fernverkehr der Deutschen Bahn auf internationalen Strecken rund 13 Prozent des Umsatzes aus. Normalerweise kooperiert die DB dabei mit ausländischen Bahn-Unternehmen. „Im deutsch-französischen Hochgeschwindigkeitsverkehr etwa werden ICE und TGV gemeinsam eingesetzt“, so der Konzern. Dabei befänden sich während der gesamten Fahrt Zugbegleiter beider Nationalitäten an Bord. Beim ICE-Verkehr in die Schweiz und zurück hingegen wechsle das Personal an der Grenze.

APA/Red.

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