„Dem Tourismus eine Perspektive geben“

Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, im FM-Gespräch.
BMLRT/Paul Gruber

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger im FM-Exklusiv-Gespräc

FM: Der Tourismus ist von der Coronavirus-Krise besonders stark betroffen. Was unternimmt die Bundesregierung, um die Tourismusbranche zu unterstützen?

Elisabeth Köstinger: Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft, die Gastronomie, die Kulinarik, das sind wirtschaftliche Säulen unserer Heimat. Keine andere Branche ist stärker von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Krise betroffen. Wir müssen daher der Branche in dieser schwierigen Zeit zur Seite stehen und sie bestmöglich mit Soforthilfemaßnahmen zur Erhaltung der Betriebe zu unterstützen. Wichtig ist dabei eine gemeinsame, rasche und unbürokratische Vorgangsweise. Die Bundesregierung arbeitet sehr eng mit Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, den Bundesländern und der Branche zusammen, um allen im Tourismus Tätigen eine Perspektive geben zu können. Da geht es um die Existenz tausender Betriebe und zehntausender Arbeitsplätze. Es ist gelungen, innerhalb kürzester Zeit ein Maßnahmenpaket zu schnüren, das die schlimmsten Auswirkungen dieser Krise abfedern soll.

FM: Was beinhaltet dieses Maßnahmenpaket?

Köstinger: Zum einen stellt die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) den Tourismus- und Gastronomiebetrieben Haftungen zur Verfügung, damit diese bei ihren Banken Überbrückungsfinanzierungen aufnehmen können. Dafür wurde der zur Verfügung gestellte Haftungsrahmen von ursprünglich 100 Millionen Euro auf bis zu 1 Milliarde Euro aufgestockt. Mit dieser Erhöhung des Haftungsrahmens können viele weitere Betriebe die in der derzeitigen Situation notwendigen Überbrückungsfinanzierungen besichern und damit ihre Liquidität erhalten. Diese Haftung kann unbürokratisch über das finanzierende Kreditinstitut beantragt werden. Zusätzlich übernimmt unser Ministerium die Kosten der Haftungsübernahme – das sind die einmalige Bearbeitungsgebühr von 1 Prozent und die laufende Haftungsprovision von 0,8% der Kreditsumme. Die Zinsen für die mit der Haftung verbundenen Bankkredite der Hausbank sind von den Kreditnehmern sonst grundsätzlich selbst zu tragen – zahlreiche Banken haben aber bereits angekündigt, diese Zwischenfinanzierung möglichst zinsgünstig zur Verfügung zu stellen. Einige Bundesländer übernehmen zudem den anfallenden Zinsendienst.

FM: Werden die Haftungen von der Branche gut angenommen?

Köstinger: Seit März sind tausende Anträge bei der ÖHT eingegangen. Jeden Tag werden Haftungserklärungen genehmigt, damit die Überbrückungs kredite durch die Hausbanken rasch ermöglicht werden können. Das zeigt uns, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. FM: Wie wird mit laufenden Krediten von Tourismusbetrieben umgegangen? Köstinger: Als Soforthilfeaktion können Kunden der ÖHT die Aussetzung aller Kapitaltilgungen von TOP-Tourismuskrediten für das Jahr 2020 beantragen. Das geht mit wenigen Klicks sehr unbürokratisch auf der Webseite der ÖHT über ein digitales Formular auf www.oeht.at.

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