Delta Air Lines verdient wieder Geld – Erwartungen dennoch verfehlt

Im dritten Quartal soll das Flugangebot nach den Planungen des Managements nun noch 15 bis 17 Prozent unter dem Vorkrisenniveau liegen
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Sondereffekte herausgerechnet, verdiente Delta zudem weniger als von Analysten im Schnitt erwartet

Die US-Fluggesellschaft Delta kehrte nach einem tiefroten Jahresstart im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurück. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Atlanta mitteilte, konnte aufgrund der erholten Nachfrage und höheren Ticketpreise ein Gewinn von 735 Millionen US-Dollar erzielt werden. Das war rund halb so viel wie vor der Pandemie im zweiten Quartal 2019.

Sondereffekte herausgerechnet, verdiente Delta zudem weniger als von Analysten im Schnitt erwartet. Der Konzernchef Ed Bastian peilt für das laufende Jahr auch weiterhin eine „bedeutsame Profitabilität“ an. Die Delta-Aktie verlor im vorbörslichen US-Handel allerdings rund drei Prozent an Wert.

Dennoch steht nach den ersten sechs Monaten bei dem Unternehmen immer noch ein Verlust von 205 Millionen Dollar zu Buche. Allein für Kerosin habe Delta in dieser Zeit eine Milliarde Dollar mehr ausgegeben als vor der Pandemie – obwohl immer noch deutlich weniger geflogen wurde. Allerdings muss die Fluggesellschaft auch abseits des Kerosins einen deutlichen Anstieg der Kosten verkraften.

Im zweite Quartal stieg der Umsatz zwar im Vergleich zu 2019 um zehn Prozent auf 13,8 Milliarden Dollar, allerdings lag das an dem konzerneigenen Raffineriegerät, dem auch hohe Mehrkosten gegenüberstanden. Im Passagiergeschäft ging der Umsatz ebenfalls zurück – vier Prozent weniger. Während das Flugangebot etwa 18 Prozent niedriger lag als 2019, sprangen die Durchschnittserlöse je geflogener Passagiermeile 18 Prozent in die Höhe.

Im dritten Quartal soll das Flugangebot nach den Planungen des Managements noch 15 bis 17 Prozent unter dem Vorkrisenniveau liegen. Der Umsatz soll aber ein bis fünf Prozent höher ausfallen als im dritten Quartal 2019.

 

APA/ Red.

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