Burgenland trauert um Weinpionier Gesellmann

Einer der bedeutendsten Winzer des Burgenlandes ist im Dezember im Alter von 86 Jahren verstorben.
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Das Burgenland ist eines der wichtigsten Weingebiete in Österreich.

Der bekannte Weinpionier Engelbert Gesellmann aus Deutschkreuz im burgenländischen Bezirk Oberpullendorf ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Er gilt als einer der wichigsten Winzer im Burgenland, der nach dem Weinskandal in den 1980er-Jahren als „einer der Rotweinpioniere“ mit seinen hohen Qualitätsansprüchen am burgenländischen „Weinwunder“ mitbeteiligt war.
Seine Anfänge in der Weinbranche nahm der Winzer als er damals in jungen Jahren den – zu dieser Zeit noch überschaubaren – Betrieb seiner Eltern übernahm. Diesen erweiterte er stetig, bis er auf die aktuell 25 Hektar Anbaufläche kam. Einem ORF-Bericht zufolge setzte er zudem einen Meilenstein in der burgenländischen Weingeschichte, indem er internationale Sorten anpflanzte und sie in französische Barriques ausbaute. Gesellmann war Mitglied der „Renommierten Weingüter“ und übergab seinen Betrieb letztlich vor bereits 21 Jahren an seinen Sohn Albert.
Vor kurzem erst war Engelbert Gesellmann für seine Verdienste rund um den burgenländischen Wein mit dem Komturkreuz des Landes geehrt worden. Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) überreichte die Auszeichnung jedoch an Sohn Albert, da dessen Vater öffentliche Auftritte schon seit längerem mied. Damals nannte Doskozil den Winzer im Rahmen seiner Ansprache bei der Komturkreuzverleihung einen „wichtigen Wegbereiter, der den ausgezeichneten Ruf des burgenländischen Weins und das exzellente Standing des Burgenlandes in der Weinwelt wesentlich mitbegründet hat.“
APA/Red.

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