Britische Weinbranche auf dem Vormarsch

In den vergangen Jahren gab es mehrere gute Lesen. Die Exporte steigen.
© Pixabay

Bisher ist die britische Weinbranche überschaubar. Das soll sich in nächster Zeit ändern. „Die Weinindustrie im Vereinigten Königreich entwickelt sich immer stärker und hat in den vergangenen Jahren internationale Anerkennung gefunden“, sagte der Chef des Branchenverbandes Wine & Spirit Association, Miles Beale.

Wegen dem Klimawandel wird die Weinproduktion in Großbritannien vermehrt heimisch. Die Produktion ist von 5 Millionen Flaschen im Jahr 2015 auf mehr als 13 Millionen im Jahr 2018 gestiegen. Die Verdoppelung der Produktion im kommenden Jahrzehnt sei das Ziel.

In der Corona-Krise sieht der Verband nicht nur Nachteile für die Branche. „Mit mehr Briten als je zuvor, die in Großbritannien Urlaub gemacht haben, hat im vergangenen Sommer eine ganz neue Gruppe von Besuchern die Weinberge erkundet“, sagte Beale. Wenn die Coronabeschränkungen nun gelockert werden, erwarte die Weinbranche eine Rekordzahl an Besuchern.

Der Verband fordert mehr Unterstützung vom Staat. Im Vergleich mit der EU sind die Abgaben für Wein hoch. Für eine Flasche Wein würden im Durchschnitt Abgaben in Höhe von 2,23 Pfund (2,6 Euro) fällig, in Deutschland, Spanien oder Italien gebe es hingegen gar keine. Bei Schaumweinen seien die Abgaben noch viel höher. Dabei machen diese rund zwei Drittel der Weinproduktion aus.

In Großbritannien gibt es derzeit 770 Weinberge. Im Vergleich mit Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien oder Spanien ist das aber nur ein Bruchteil. Der Export nehme aber zu, meint Beale. Die USA seinen ein aussichtsreicher Abnehmer. Auch einige EU-Staaten hätten Interesse geäußert, so Beale.

 

APA/red

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