Baustelle statt Urlaub: Wiener Hotel soll Gäste abgezockt haben

Betroffene buchten, standen dann aber laut "Heute" vor verschlossenen Türen - Konflikt zwischen Immobilienbesitzer und Hotelbetreiber
©unsplash

Der Hotelbetreiber weist die Anschuldigungen zurück

Ein Hotelbetreiber in der Wiener City wird beschuldigt, Gäste abgezockt zu haben. Beworben wurde die Herberge laut Gratiszeitung „Heute“ (Mittwoch-Ausgabe) mit der guten Lage und den noblen Zimmern – doch an Ort und Stelle seien die Ankömmlinge, die im Vorhinein bezahlt hätten, auf eine Baustelle und verschlossene Türen gestoßen. Die Polizei bestätigte auf APA-Anfrage, dass im März ein Paar aus den USA diesbezüglich Anzeige erstattet hatte.

Hintergrund dürfte ein Konflikt zwischen dem Besitzer der Immobilie und dem Hotelbetreiber sein. Ersterer warf über seine Rechtsvertreter, die Rechtsanwaltskanzlei Lansky & Ganzger, dem Gegenüber vor: Der Hotelbetreiber würde reihenweise Gäste abkassieren, indem er Buchungen annehme und im Voraus bezahlen lasse. Anschließend würden die Touristen aber vor verschlossenen Türen stehen, hieß es in dem „Heute“-Artikel.

Der Hotelbetreiber wehrte sich via „Heute“ gegen derartige Anschuldigungen. Der Hausbesitzer habe durch ständige juristische Streitereien mit ihm eine massive Verzögerung der Renovierungsarbeiten zu verantworten, er wolle spekulieren. Allerdings müsse er eingestehen, dass die Unterkunft längere Zeit nach der Schließung noch buchbar gewesen sei: „Wir haben das nun abgestellt.“ Die betroffenen Gäste würden ihr Geld zurückbekommen.

APA/Red.

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