Bahn von Brünn zum Flughafen Wien geplant

Vertreter der tschechischen Stadt besprachen nächste Projektschritte in Wien.
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Zukunftsmusik: Mit dem Schnellzug von Brünn zum Wiener Flughafen

Brünn (Brno) und die Region Südmähren planen die Einrichtung einer direkten Bahnverbindung aus der zweitgrößten Stadt Tschechiens zum Flughafen Wien in Schwechat. Das Vorhaben wurde von österreichischer Seite begrüßt. Wann es auf Schiene sein soll, ist noch offen.
Zur Festlegung weiterer Projektschritte waren die Brünner Bürgermeisterin Marketa Vankova und der stellvertretende Kreishauptmann Lukas Dubec mit einem Sonderzug nach Schwechat gekommen. Kreishauptmann Jan Grolich musste Corona-bedingt ebenso passen wie Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).
Es bestehe der politische Wille, die Schnellverbindung zum Flughafen Wien zu verwirklichen, betonte Vankova. Sie sprach vom nächsten Schritt in der Zusammenarbeit von Wien und Brünn sowie Niederösterreich und Südmähren. Der Verkehrsknoten wäre auf der Schiene ohne Stau zu erreichen, Wien liege näher zu Brünn als Prag, ergänzte Dubec.
Die Mischung aus Zug- und Flugverkehr werde ein künftiges Erfolgsmodell sein, sagte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Der Sonderzug mit den tschechischen Gästen sei ein wunderbares Beispiel für Kooperation und „soll nicht ein einmaliges Ereignis bleiben“. Von einem für die Infrastrukturregion Südmähren-Wien-Niederösterreich wichtigen Tag sprach Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP) in Vertretung von Mikl-Leitner. Die geplante Zugverbindung sei „ökologisch sinnvoll“.
Nicht zuletzt wurde das Vorhaben seitens des Flughafens Wien begrüßt. Brünn und Südmähren seien ein wichtiger Teil des Einzugsgebietes des Airports, betonte Vorstandsdirektor Julian Jäger. Er kündigte „größtmögliche Unterstützung für das Projekt“ an. Der Appell zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr brauche entsprechendes Angebot, erinnerte Vorstandsdirektor Günther Ofner. Der Flughafen Wien sei auch außerhalb der Grenzen Österreichs als Tor zur Welt akzeptiert. Demnach hoffe er auf „Regelbetrieb“ aus dem Nachbarland, was die geplante Bahnverbindung angehe, so Ofner.
 
apa

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