AUA: Rote Zahlen im ersten Quartal

Im ersten Quartal musste die AUA mit 109 Millionen Euro Verlust kämpfen - die Hoffnung liegt aktuell auf der Sommersaison, wo es bereits jetzt einen regelrechten Buchungsansturm gibt
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Die AUA verzeichnet mit 1,1 Millionen Passagieren aktuell fast vier Mal so viele wie letztes Jahr – vom Vorkrisenniveau ist das aber noch weit entfernt

Das erste Quartal des Jahres brachte der Austrian Airlines nach wie vor rote Zahlen. Weiterhin musste die Fluggesellschaft unter hohen Coronazahlen, den damit verbundenen ausgedünnten Flugplänen sowie hohen Kerosinpreisen leiden. Dementsprechend verzeichnete die AUA in den ersten drei Monaten 2022 rund 109 Mio. Euro Verlust. Der Blick in die kommende Sommersaison ist aber dennoch zuversichtlich. Wie die Lufthansa-Tochter am heutigen Donnerstag mitteilte, habe es seit den europaweiten Corona-Lockerungen im März einen „einzigartigen Buchungsboom“ gegeben. Demnach gebe es „Buchungseingänge im sechsstelligen Bereich“.

Zum ersten Mal seit Ausbruch der Pandemie werden nun auch wieder langfristig Reisen gebucht. „Die Sommerferienflieger füllen sich schon jetzt und auch Geschäftsreisen sind wieder im Kommen. Diese Dynamik stimmt uns sehr zuversichtlich“, so CCO Michael Trestl. Im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie wurden Flüge in Feriendestinationen um 20 Prozent ausgestockt. Zudem hat die AUA 150 Mitarbeitende für die Kabine eingestellt.

Auch bei den Passagierzahlen geht es bergauf. So verzeichnete die AUA im ersten Quartal 1,1 Millionen Fluggäste. Das sind etwa vier Mal so viel wie im Vergleichszeitraum 2021. Trotzdem: 2019, also vor der Pandemie, waren es mit 2,7 Millionen Menschen mehr als doppelt so viele. Um wieder auf das Vorkrisenniveau zu kommen, gibt es hier noch Aufholbedarf. Die Liquidität der Airline sei aber auch weiterhin sehr gut, weswegen man am Ende des zweiten Quartals die nächste reguläre Kreditrate von 30 Millionen Euro zurückzahlen will. Die größte Sorge bereiten der Luftfahrtbranche allerdings die massiv gestiegenen Preise für das Kerosin.

Aktuell ist die Flotte der AUA nur mehr 61 Maschinen groß. Damit wurden im vergangenen Quartal 13.345 Flüge abgewickelt. Im Vorjahreszeitraum waren es vergleichweise zwar noch 77 Flugzeuge, allerdings nur 5.420 Flüge. Vom Vorkrisenniveau ist man auch hier noch weit entfernt: Damals schafften 84 Maschinen ganze 22.727 Flüge.

APA/Red.

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