AUA kündigt höhere Ticketpreise an

Die hohen Kerosinpreise treiben die Austrian Airlines in die enge - als letzten Ausweg wird das Fliegen nun für die Passagiere spürbar teurer
©unsplash

Während viele Airlines aktuell mit Personalmangel kämpfen, ist die AUA hier gut aufgestellt – das größte Problem ist aktuell die Teuerung des Flugbenzins

Die Austrian Airlines schraubt künftig die Ticketpreise nach oben. Das kündigte die AUA-Chefin Annette Mann heute im „Ö1-Morgenjournal“ an. Auf Kurzstrecken würde die Erhöhung lediglich bei ein paar Euro liegen. Auf längeren Flügen würde man die Preiserhöhung aber deutlich spüren, diese könne nämlich 50 oder gar 100 Euro betragen. Dennoch beteuert die AUA, dass es dank Kurzarbeit und 150 Neuanstellungen beim Kabinenpersonal keinen Personalmangel gebe – im Gegensatz zu vielen anderen Airlines, wie etwa auch der AUA-Muttergesellschaft Lufthansa. Woran die Austrian Airlines aber aktuell leiden, seien die Versorgungsprobleme der Raffinerie Schwechat nach einem Unfall Anfang Juni.

Schuld an der Teuerung sei vor allem der hohe Kerosinpreis. Dementsprechend dürfte sich die „schwarze Null“ in der Bilanz der AUA in diesem Jahr wohl nicht ausgehen. Nachdem zahlreiche Sparversuche der Airline langfristig nicht die gewünscht Wirkung zeigten, müsse man nun eben leider bei den Ticketpreisen ansetzen. „Unsere einzige Chance auch wieder profitabel zu werden, ist es natürlich, die Ticketpreisen zu erhöhen. (…) Man wird das auch in Zukunft spüren, Fliegen wird teurer“, meint Mann und glaubt, dass sich diese Entwicklung nächstes Jahr voll durchschlagen wird.

Zu den Problemen mit der Kerosinversorgung durch die OMV meinte Mann, dass die AUA diesbezüglich noch Gespräche führen werde, wie der Schaden kompensiert werde. An einen Streit vor Gericht denke man dabei aber nicht. Die Versorgungsprobleme würden dazu führen, dass die Flugzeuge „auf Vorrat“ betankt würden, was das Fluggewicht erhöhe und somit zu einem Mehrverbrauch führe.

APA/Red.

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