Anschober für Tirol und Vorarlberg zuversichtlich

Die Zahlen sinken, eine Streichung der deutschen Reisewarnung könnte möglich sein.
© APA/ROBERT JAEGER

Schon zur Routine geworden: Anschober mit aktuellen Infektionszahlen

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) ist zuversichtlich, dass Tirol und Vorarlberg in naher Zukunft wieder von der Liste deutscher Reisewarnungen gestrichen werden könnten. Der relevante Wert, die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner, sei mittlerweile erstmals unterschritten, freute er sich nach dem Ministerrat. Warnungen vor einem zweiten Lockdown bezeichnete er als „Ente“.

Gehe der Trend in den beiden Tourismushochburgen Tirol und Vorarlberg so weiter, hält Anschober die Aufhebung der Reisewarnungen „bald“ für möglich. Tirol liegt laut den jüngsten offiziellen Zahlen hier bei 49,6, Vorarlberg bei 44,3. Österreichweit beträgt die Sieben-Tages-Inzidenz zurzeit 54,0 Fälle auf 100.000 Einwohner. Das Kontaktpersonenmanagement in Wien dauere ihm derzeit zu lange.

Anschober will Halbierung der Infektionszahlen

Generell zeige sich, dass sich hohe Infektionszahlen wirtschaftlich negativ auswirkten, so der Gesundheitsminister, dem auch Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) hier beipflichtete. Ziel müsse in den kommenden Wochen de facto eine Halbierung sein. Derzeit seien die Zahlen deutlich zu hoch, immerhin habe man ab dem 20. September aber eine Stabilisierung erreicht. Anschober berichtete von aktuell 772 Neuinfektionen in Österreich und 728 neu Genesenen. Es gebe 8.370 aktuelle Fälle und 496 Hospitalisierungen, davon 90 in intensivmedizinischer Betreuung. An täglichen Testungen gab es im Monatsdurchschnitt September 14.576.

Die Behauptung von FPÖ-Chef Norbert Hofer, wonach die Regierung per 23. Oktober einen zweiten Lockdown vorbereite, wies Anschober als unrichtig zurück. „Das ist nicht nur eine Ente, das ist eine ganze Entenfarm. Da ist wirklich nichts dran.“ Ein Lockdown sei nach den neuen gesetzlichen Regeln nur dann möglich, wenn der Hauptausschuss des Nationalrats zustimme und Österreich unmittelbar vor dem Zusammenbruch des medizinischen Versorgungssystems stehe. „Von einem Zusammenbruch sind wir erfreulicherweise meilenweit entfernt“, so der Gesundheitsminister weiter.

APA/red

Gefällt Ihnen der Beitrag?
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on telegram
Telegram
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email