Airbnb siegreich vor EuGH

Lizenz als Immobilienmakler ist nicht erforderlich.

Im Streit mit Frankreich hat der Zimmervermittler Airbnb vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) einen Sieg errungen. Das Gericht entschied am Donnerstag, dass die US-Firma als App-Anbieter zu sehen sei und nicht als Immobilienmakler. Die Richter akzeptierten damit im Wesentlichen die Argumente des Unternehmens.
Der französische Tourismusverband AHTOP hatte gegen Airbnb Beschwerde eingelegt wegen des Verdachts, dass das Unternehmen als Wohnungsmakler tätig sei und damit unter die dementsprechenden nationalen Regeln falle.
Airbnb bestritt den Vorwurf stets und begr√ľ√üte nun das Urteil des EuGH. “Wir wollen gute Partner f√ľr alle sein und haben bereits mit mehr als 500 Regierungen zusammengearbeitet, um Gastgeber dabei zu unterst√ľtzen, ihre H√§user zu teilen, die Regeln einzuhalten und Steuern zu zahlen”, erkl√§rte Airbnb.
Das EuGH-Urteil k√∂nnte weitreichende Konsequenzen haben, zumal Paris 2024 Austragungsort der Olympischen Spiele sein wird und das IOC zugestimmt hat, Airbnb f√ľr die Unterbringung w√§hrend der Veranstaltung zu f√∂rdern. Airbnb betreibt sein Europagesch√§ft von Irland aus. Wegen der Dienstleistungsfreiheit kann die Firma ihre App prinzipiell in allen EU-L√§ndern anbieten.
Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren mit Hoteliers, Beh√∂rden und Gerichten in St√§dten von New York bis Amsterdam, Paris und auch in Wien herumgeschlagen. Airbnb bietet √§hnlich wie Rivale Wimdu Privatwohnungen f√ľr Reisende an und macht damit Hotels gro√üe Konkurrenz. Kritiker werfen dem US-Konzern vor, in Touristenhochburgen f√ľr die stark steigenden Mietpreise mitverantwortlich zu sein.
APA/reuters (pro/ane) / red
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