Großveranstaltungen werden abgesagt

Auch ITB 2020 findet wegen Ausbreitung des Coronavirus nicht statt.
© Messe Berlin

Die ITB 2020 ist endgültig abgesagt worden

Weltweit werden wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus immer mehr Veranstaltungen gestrichen. Die US-Regierung sagte Ende Februar ein für den 14. März geplantes Gipfeltreffen mit den Staaten des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) in Las Vegas ab.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) strich ihr Jahres-Symposium vom 17. bis 19. März in der Schweiz. Die große US-Fluggesellschaft United Airlines verschob ihren für die erste Märzwoche geplanten Investorentag. Kurz zuvor war die weltgrößte Reisemesse ITB Berlin vom 4. bis 8. März abgesagt worden.

Der Krisenstab von Innenministerium und Gesundheitsministerium in Deutschland teilte am 28. Februar mit, die Bundesregierung verlange von Reiseunternehmen künftig Angaben zur Gesundheit von nach Deutschland kommenden Passagieren aus insgesamt fünf Staaten. Zusätzlich zu China sei künftig für Reisende aus Südkorea, Japan, Italien und dem Iran vor der Einreise der Gesundheitsstatus der Passagiere zu melden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel plädierte dennoch für „Maß und Mitte“ beim Umgang mit dem neuartigen Coronavirus. Es sollten nicht alle Veranstaltungen deshalb abgesagt werden, sagte sie auf ihrem Jahresempfang in Stralsund. Deutschland gehöre zu den Ländern, welche die besten Voraussetzungen hätten, um mit dem Virus klarzukommen.

Begründungen für Absagen

„Die USA haben zusammen mit ihren Partnern die schwierige Entscheidung getroffen, das Treffen der Staats- und Regierungschefs der ASEAN-Staaten zu verschieben“, sagte  in Washington ein Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. US-Präsident Donald Trump sollte am 14. März Gastgeber in Las Vegas sein. Die zehn ASEAN-Mitgliedstaaten sind: Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Thailand, Vietnam, Laos, Kambodscha, Myanmar, Brunei und Singapur.

Die WADA teilte mit, Grundlage für die Absage des Symposiums sei die Entscheidung der Schweizer Behörden gewesen. Der Bundesrat verbot wegen des Ausbruchs von Sars-CoV-2 bis zum 15. März alle Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern. So wurden auch alle Fußball-Erstligapartien des Wochenendes auf einen unbestimmten Termin verlegt.

United Airlines begründete die Verschiebung seines Investorentags auf voraussichtlich September damit, dass sich die Marktreaktion verschlechtert habe, Anleger beschäftigten derzeit ausschließlich die kurzfristigen Auswirkungen. Es sei daher nicht davon auszugehen, dass in der kommenden Woche produktive Gespräche über die langfristige Strategie geführt werden könnten.

Die Organisatoren ITB Berlin hatten erklärt, in den Tagen und Wochen zuvor hätten sich immer mehr Aussteller abgemeldet, nicht nur aus China. Nach Angaben der Messegesellschaft erhöhte das zuständige Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf Auflagen stark. Diese seien insgesamt von der Messe Berlin nicht umsetzbar.

APA/red

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