9-Euro-Ticket belastete deutsche Fern- und Reisebusfirmen

Branchenverband: Nachfrage brach um zwei Drittel ein - Unternehmen warnen vor Wettbewerbsverzerrungen
©unsplash

“FĂŒr ein mögliches Nachfolgeticket muss neben dem garantierten finanziellen Ausgleich fĂŒr Mindereinnahmen und Kostensteigerungen auch sichergestellt sein, dass Wettbewerbsverzerrungen zulasten des umweltfreundlichen Reisebusses verhindert werden“, so bdo-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Christiane Leonard.

FĂŒr die deutschen Fern- und Reisebusunternehmen waren die drei Monate des 9-Euro-Tickets im öffentlichen Nahverkehr einer Umfrage zufolge eine schwere Zeit. Im Schnitt brach die Nachfrage in der Branche in diesen drei Monaten um rund zwei Drittel ein, wie der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Insbesondere Vereins- und Klassenfahrten wurden deutlich weniger gebucht.

Und auch bei Seniorinnen und Senioren ging die Nachfrage stark zurĂŒck. Jeden Monat hatte der Verband die Stimmung unter den Mitgliedern abgefragt. Zwischen 150 und 170 Fern- und Reisebusunternehmen nahmen teil.

Differenzierter ist das Bild hingegen bei den Busunternehmen, die fĂŒr den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)unterwegs sind. Insbesondere im lĂ€ndlichen Raum nahm die Nachfrage dort wĂ€hrend des Zeitraums des 9-Euro-Tickets zu – allein im August antworteten mehr als 40 Prozent der Unternehmen entsprechend. Der Tankrabatt hat wiederum bei einem Großteil der befragten Busunternehmer zu keiner Entlastung gefĂŒhrt.

“FĂŒr ein mögliches Nachfolgeticket muss neben dem garantierten finanziellen Ausgleich fĂŒr Mindereinnahmen und Kostensteigerungen auch sichergestellt sein, dass Wettbewerbsverzerrungen zulasten des umweltfreundlichen Reisebusses verhindert werden”, teilte bdo-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Christiane Leonard mit.

APA/Red.

GefÀllt Ihnen der Beitrag?
Facebook
Twitter
LinkedIn
Telegram
WhatsApp
Email
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner