20-Jahr-Feier Wiener Tafel

Bundespräsident, Bürgermeister und 200 Festgäste gratulierten.
© Julia Dragosits

20 Jahre Wiener Tafel wurde gebührig gefeiert

Ein starkes Signal gegen Lebensmittelverschwendung, Ausgrenzung, Armut und Hunger setzte die Wiener Tafel am 9.9.2019 – genau 20 Jahre nach ihrer Gründung. Über 200 Gäste aus Kunst, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft begingen gemeinsam mit internationalen Vertretern der Tafelbewegung im festlichen Rahmen des Naturhistorischen Museum das 20jährige Bestehen – unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Startkapital für Lebensmittel-Hub

Der Bundespräsident bedankte sich in seiner Festansprache für das Engagement der mehreren hundert Freiwilligtätigen, strich die  wichtige Rolle Österreichs ältester Tafelorganisation im Sinne einer sozial und ökologisch gerechten Gesellschaft hervor und betonte die wichtige Brückenfunktion der Wiener Tafel: „Es ist genug für alle da. Es muss lediglich gerecht verteilt werden“, betonte Van der Bellen. Bürgermeister Michael Ludwig schloss sich dem Dank an, strich die Bedeutung der Wiener Tafel in der „lebenswertesten Stadt der Welt“ als Garant gegen eine Spaltung in der Gesellschaft hervor und gratulierte der Wiener Tafel mit einem starken Signal: Die Etablierung des neuen Lebensmittel-Hub am Großmarkt Wien wird von der Stadt Wien mit einem bedeutenden Startkapital unterstützt.

Mit berührenden Worten betonte Jacques Vandenschrik, Präsident der FEBA (European Food Banks Federation) die Bedeutung der internationalen Vernetzung und die Rolle der Wiener Tafel „im Konzert der europäischen Tafel-Bewegung“.

Ein besonderes Geschenk

Bundespräsident Van der Bellen, Bürgermeister Ludwig und Vizebürgermeisterin Birgit Hebein zeichneten dann gemeinsam mit Herbert Herdlicka, Obmann der Wiener Tafel, und Alexandra Gruber, Geschäftsführerin der Wiener Tafel und Obfrau des Verbands der österreichischen Tafeln, 20 langjährige Unterstützer mit einem besonderen Geschenk aus: nämlich mit 20 individuell von den Künstlern der Porzellanmanufaktur Augarten gestalteten edlen Porzellan-Tellern. Sie stehen für 300 Jahre kulturhistorisch gewachsene Tafel-Kultur als Symbol für Diversität, Inklusion und fairen Umgang mit Ressourcen.

Philosophin, Kunsthistorikerin und bildende Künstlerin Elisabeth von Samsonow ermöglichte schließlich in ihrer pointierten Festrede den Gästen erhellende Perspektivenwechsel.  Mit ihren Betrachtungen zur Kulturimmanenz der Nahrungsaufnahme machte sie ein Kernthema sichtbar: Die Balance zwischen Überfluss und Bedarf zu finden, ist eine der herausforderndsten Aufgaben unseres Lebens.

PA/red

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